Mineralwasser aus Steinheim - Vinsebeck – Natürlich glasklarer Genuss.

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27.03.2019

Mineralwasser – das Getränk der Römer, der Kaiser und Könige!

Als die Römer vor rund 2000 Jahren in unsere Region kamen, hatten sie meist nicht viel übrig für die Kultur der Germanen. Aber eine Sache interessierte sie: die Mineralwasserquellen, die die Germanen nutzten. Die Römer hatten damals bereits Erfahrung mit Mineral- und Thermalwasser und merkten schnell, dass sie in eine besonders gute Mineralwasserregion gekommen waren. Tatsächlich wurden Mineralquellen in NRW – das belegen archäologische Funde – sogar schon vor den Römern in der Bronzezeit genutzt. Aber die Römer machten sich gezielt auf die Suche nach guten Mineralwässern. In allen Teilen Deutschlands finden wir heute noch „stumme Zeugen“ die uns berichten, wie sehr die Römer den kostbaren flüssigen „Mineralienschatz“ aus unterirdischen Vorkommen schätzten. Ob die Römer auch aus den Mineralquellen in Vinsebeck getrunken haben, an denen die Graf Metternich-Quellen ihren Sitz haben, ist nicht bewiesen. Aber es ist recht wahrscheinlich, denn eine der Quellen ist ein artesischer Brunnen, der seit Urzeiten an die Erdoberfläche sprudelt.

Wenn wir einige Jahrhunderte weiter in der Mineralwassergeschichte gehen, stellen wir fest, dass Mineralwasser zum Luxusgetränk wurde. Im Mittelalter wurde es zum Getränk der Fürsten, Könige und Kaiser. Preislich konnte es mit gutem Wein mithalten. Allerdings gab es nicht mehr wie zur Römerzeit eine „Wasserkultur“. Hinzu kam, dass in den Städten des Mittelalters zum Teil schlimme hygienische Verhältnisse herrschten – und das galt auch in vielen Fällen für das Wasser. Das wiederum war ein Grund dafür, dass Bier so populär wurde: durch das Erhitzen beim Brauvorgang war es unbedenklicher als das Wasser, das in den Städten verfügbar war.

Mitte des 19. Jahrhunderts setzte mit dem Entstehen der Kur- und Badeorte eine neue Blütezeit für das Mineralwasser ein. Doch zunächst blieb es meist den Adligen und dem entstehenden Bürgertum vorbehalten, das kostbare Nass zu genießen. Aber schon bald, um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, wurde erkannt, wie wertvoll Mineralwasser zum Beispiel für Menschen war, die hart arbeiteten. So wurden etwa Stahlarbeiter im Ruhrgebiet mit Mineralwasser mit hohem Mineraliengehalt versorgt – vergleichbar mit dem Mineralwasser der Graf Metternich-Quelle, die auch heute noch besonders gut für Menschen mit hoher körperlicher Belastung ist. Doch Mineralwässer aus Deutschland wurden nicht nur im Ruhrgebiet getrunken, sondern um diese Zeit auch als Luxusgetränk auf allen Weltmeeren und Kontinenten gereicht. Es galt als schick, Mineralwasser aus Deutschland zu trinken.

Und heute? Mit der Demokratie in Deutschland ist es auch zur Demokratisierung des Mineralwasserkonsums gekommen. Mineralwasser ist zum Glück kein exklusives Vergnügen mehr. Und in den vergangenen Jahren schauen wir noch besser hin: Mineralwasser aus der eigenen Region ist in der Wertschätzung stark gestiegen und auch die Glas-Mehrwegflasche genießt wieder ein hohen Ansehen: sie ist die beste Flasche für das wertvolle Produkt. Es lohnt sich also, hin und wieder kurz innezuhalten, das Mineralwasserglas ins Licht halten und uns vor Augen führen, welche spannende Geschichte unser kostbares Naturprodukt hat.

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